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Das Kirchenjahr

Der kirchliche Jahreskreis

Im Ablauf eines Jahres entfaltet die Kirche in besonderen Festzeiten und Festen, was Gott durch Jesus Christus für die Menschen getan hat. Im gemeinsamen Feiern der Gläubigen wird die Bedeutung der Geburt, des Lebens, Sterbens und der Verherrlichung Jesu zugänglich.

Im Zentrum der Erlösung der Menschen durch Gott steht die Auferstehung Christi, was im Kirchenjahr auf zweierlei Weise zum Ausdruck kommt:

Die wöchentliche Feier des Sonntags als Tag der Auferstehung ist das Grundgerüst des Kirchenjahres.

Mitte und Höhepunkt des Kirchenjahres ist die Feier des Osterfestes (mit der Fastenzeit als Vorbereitung und den 50 Tagen der Osterzeit). Im Weihnachtsfestkreis wird die Geburt Jesu gefeiert (mit dem Advent als Vorbereitungszeit und der Weihnchatszeit)

Die heutige Form des Jahresablaufes der Kirche entwickelte sich aus dem heidnischen Götterhimmel. Im 3. Jh übernahm das römische Reich aus dem iranischen Mithraskult den Termin der Wintersonnenwende als den Tag der unbesiegbaren Sonne und machte ihn zum höchsten Feiertag des Staates. Vor der Entdeckung besserer astronomischer Instrumente stellte man diesen Termin so fest, dass täglich zur Mittagsstunde die Schattenlänge eines hohen Obelisken gemessen wurde. Der wurde bis zur dritten Dezemberwoche immer länger, bis er plötzlich still zu stehen schien. Der Tag, an dem man es merkte, dass er wieder kürzer wurde, war dann der 25. Dezember. In ähnlicher Weise brauchte man im Juni drei Tage, bis man die Umkehr merkte, wodurch der 24. als Termin der Sommersonnenwende markiert war.

Als das Christentum Staatsreligion wurde, setzten sie das Geburtsfest Christi - Geburt der wahren Sonne - auf den 25. Dezember. Mit der Geburt Christi waren zwei weitere Termine gegeben: Die Geburt Johannes d. Täufers zur Sommersonnenwende; Lk 1,36: Siehe, auch deine Verwandte Elisabeth hat ... einen Sohn empfangen; schon der sechste Monat ist es bei ihr.."); das sagte der Engel Gabriel bei der Verkündigung, die neun Monate vor der Geburt Jesu stattfand, also am 25. März.

 

Festtage der Zeit im Jahreskreis

Als Nachklang zum höchsten Festkreis des Jahres (Ostern) gelten noch 4 weitere Feste (Herrenfeste):

Dreifaltigkeit: 1.So. nach Pfingsten

Fronleichnam: Seit 1246 - Juliane von Lüttich. Prozession seit 13. Jh.; Hochfest der Hl.Eucharistie; Fron, vron: Herr, heilig, hehr; lichnam: lebender Leib. (2. Do nach Pfingsten). Fronleichnamsprozession mit ursprgl. 4 Stationen mit einem Segen an jeder Station (4 Himmelsrichtungen).

Herz-Jesu Fest: (Fr in der Woche nach Fronleichnam). Tradition einer eher gefühlsbetonten, auf Leid und Sühne hin orientierte Religiosität. Ursprung in einer Vision von Margarete Maria Alacoque im 17. Bzw. 18. Jh.

Christkönigssonntag: ursprgl. am letzten Sonntag im Oktober (1925 eingeführt). Heute am letzten Sonntag im Kirchenjahr (Jugendsonntag)

 

 

Liturgische Farben

 Seit dem 12. Jh gibt es für die Messkleidung des Priesters spezielle Farben für bestimmte Zeiten.

Weiß

die Farbe des Lichtes, des Sieges und der Freude (Ostern, Weihnachten, Herrenfeste, Fronleichnam)

Rot

als Farbe des Feuers, Heiligen Geistes, der Liebe und des Blutes (Palmsonntag, Karfreitag, Pfingsten, Apostelfeste, Märtyrertage)

Violett

als Farbe der Sehnsucht nach Licht und Leben; steht auch für Umkehr, Buße und Verwandlung (Advent, Fastenzeit, Buße, Begräbnis)

Grün

als Farbe der Hoffnung und des Lebens, des organischen Wachstums.

(Zeit im Jahreskreis)

Schwarz

Farbe des Leides, Schmerzes und Todes (Begräbnis, Totenmesse)

 

 

Die terminliche Fixierung des weiteren Kirchenjahres legt z.T. die Hl.Schrift im Lk-Evangelium vor:

1. Jänner: 10 Tage nach der Geburt Jesu - Namensgebung (jüd. Brauch)

2. Februar: 40 Tage nach der Geburt - Opfer zur Reinigung der Mutter

40 Tage Fasten;

40 Tage nach der Auferstehung - Christi Himmelfahrt

50 Tag nach der Auferstehung - Geistsendung, Pfingsten